26.06.2016 | 08:26


 


die täler meiner seele

nach Joseph von Eichendorff


das über-ich ist fort
weit weg

ein schimmer im schloss
ich ersinne die frage, ob ich herrlich bin im verstehen
der freude die ich zerstreut ersehn
ich werd singen im feld
wie kaum ein denkender es tut
den riegel zur intelligenz schiebt die liebe mir vor
heut dreht sich alles um das liebchen
hätt´ ich´s gesehen auf der weide
so wäre ich ein heide

voll von mir und meinem rum
raunzt das ross
herzinnig trau ich mich nicht vor ihm zu sprechen
und verhehle im zimmer
dass ich nicht glücklich oder eins mit der welt
die ich gescheut
und nur fröhlich beim fick bin

die täler meiner seele
das jucken in meiner hose
zu eng meine hosen
es bricht gepresst hervor
ringsherum glänzen davon die menschen

Philip Jürgen Dingeldey

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XVIII«

 

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