7.12.2016 | 23:09


 


Das Feuer ist aus

Das Feuer ist aus.
Erloschen, nach so vielen Jahren
In denen es Leuchtfeuer der Heimat uns war.
In der Erinnerung noch spüren wir die Hitze
Des alles verzehrenden Fiebers.
Unsere Jugend geraubt von den Flammen
Wir warfen unsere Träume dazu.
Lachend tanzten wir um die Lohe
Versanken selbst in der Glut.
Doch nichts ist geblieben
Aschgrau nur verkrustet das Herz.
Über dem Haus unserer Liebe
Stehen Säulen aus Rauch.

Ratlos umfängt uns die Kälte
Ängstlich bleibt jeder allein.
Versteckt in den Trümmern noch Hoffnung
Ein verborgener Funke dort glimmt.
Wir opfern ihm unseren Atem
Werden selbst Beute der Flammen bald sein.
Doch das Feuer darf niemals vergehen.

Leon Alexander Schmidt

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XVIII«

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